Frankreich - Pfingsten an der Opal-Küste bei Calais

4 Tage Wanderung von Neufchatel Hardelot-Plage nach Gravelines und einen Tag in Dunkerque

22. Mai Gravelines Neufchatel Hardelot-Plage Equihen Boulogne sur Mer La Digue Nord

Nach einer Nacht im Auto nahe Gravelines fahren wir mit dem Zug von Gravelines über Calais nach Neufchatel Hardelot-Plage. Dort müssen wir zunächst etwa 6 km an den Strand wandern bis zum Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg südlich von Hardelot-Plage, wo es in den Dünen endlich Frühstück gibt. Es ist ein sehr schöner Küstenweg dürch Dünen an oder hinter den Klippen und am Strand. In Equihen essen wir mit Blick aufs Meer Muscheln und Barsch. Dann geht es durch Boulogne sur Mer, ermüdend lang am Hafen entlang. Nicht weit außerhalb der Stadt sind große volle Camperparkplätze, aber noch etwas weiter wird es wieder ruhiger. Unterhalb findet sich eine kleine ein wenig versteckte Terrasse. Hier bleiben wir. Leider kommen immer wieder - auch nachts noch - Leute an dem Platz vorbei auf dem Weg zum Meer, zum Angeln oder Baden oder Spazieregehen.


23. Mai Boulogne sur Mer La Digue Nord Wimereux Ambleteuse Audresselles Cap Gris Nez Wissant

Die Nacht ist unruhig, aber das Frühstück doch weitgehend ungestört. Die schöne Landschaft geht weiter. Picnic gibt es am Strand, bevor uns Teerwege zum Cap Gris Nez bringen. Hier ist viel los. Nach ein wenig Weg auf der Klippe gehen wir doch an den Strand und nur von dort ab und zu in die Dünen schauen. Hier würde es auch ein paar Zeltplätze geben. Ist es weit genug von dem unangenehmen Anblick eines Exhibitionisten entfernt? In Wissant bekommen wir mit etwas Wartezeit einen letzten Platz zum Essen. Am Abend gehen wir weiter nach Nordosten. Hier ist es nicht so leicht, einen guten Zeltplatz zu finden. An einem Waldstück fühlen wir uns dann gut versteckt.


24. Mai Wissant Cap Blanc Nez Sangatte Calais Fort Verde

Vom Waldstück an den Strand finden wir nur über einen verschlungenen überwachsenen sumpfigen Pfad und sehen entsprechend aus, sind aber keinen Gendarmen in die Arme gelaufen, und der Helikopter vorher hatte wohl auch nicht unser Zelt gesucht sondern Migrantengruppen. Erleichtert setzen wir uns an der Düne zum Frühstück und trocknen unser Oberzelt und ein paar Sachen. Es ist wieder Niedrigwasser, so dass wir am Cap Blanc Nez unten am Wasser gehen können. Die Möwen und Krähen in den Nestern an den Kreidefelsen und in der Luft beobachten wir gern; die Picnicpause machen wir lieber in der Sonne. Auf der gesamten Wanderung ist keine Wolke am Himmel, doch im Schatten der Kreidefelsen und im Wind kann es durchaus kühl werden. Hier sind nicht so viele Leute unterwegs wie nahe Wissant oder später nahe Sangatte. Wir registrieren auf der Karte, dass dort zunächst ein Tunnel aus dem 19. Jahrhundert überquert wird, bevor es ebenso unbemerkt über den Bahntunnel geht. Am Strand unterteilen Holzpfähle die Abschnitte, aber viele Leute sind hier nicht. Erst in Calais - schon von weitem - sehen wir die Massen. Wir setzen uns in die Strandbar und genießen ein Ypra IPA Bier, sehr lecker. Durch Calais ist es wieder langweilig auf größeren Straßen, aber gleich außerhalb nahe dem Fort Vert zelten wir an einem Wiesenrand nicht weit von einem Bach. Hier ist es schön ruhig, die lauten Frösche und ein Raubvogelruf stören uns nicht beim Einschlafen.


25. Mai Calais Fort Vert Les Hemmes de Marck Les Hemmes d’Oye Les Escardins Grand Fort Philippe Gravelines

Zum Trocknen muss das Zelt zum Rand der Nachbarwiese getragen werden. Das Frühstück nehmen wir aber im Schatten ein. Auf dem Weg nach Gravelines gehen wir wieder gemischt am Strand und in der Dünenlandschaft, teilweise auch durch Sumpf-Biotope. An einem Campingplatz gönnen wir uns eine Pause. Nach dem letzten Sumpfgebiet kommen wir nach Grand Fort Philippe. Von hier verläuft der Weg an den Kanälen entlang nach Gravelines. Die Altstadt haben wir noch nicht gesehen. Doch schon auf dem Marktplatz zieht es uns ins Restaurant. Zum Essen unterhalten wir uns sehr nett mit einem belgischen Paar. Zum Auto nehmen wir den Weg außen an der Stadtmauer durchs Grün, sehr hübsch, und auch hier wäre Zelten möglich. Doch im Auto auf dem gleichen Platz wie vor dem Start schlafen wir nochmal schön ruhig.


26. Mai Gravelines Dunkerque Malo Les Bains Köln

Ausklingen lassen in Dunkerque Malo Les Bains am Strand, leider ohne komfortables Café-Frühstück, und die erhoffte entspannte Heimfahrt in 4:20 Stunden.

Marokko - Ostern im Anti-Atlas